Letzte Optimierung: 22.04.09


Die Webseiten des
Museo d’Arte e Scienza,
spezialisiert in der Echtheitsbestimmung von Kunstobjekten,
werden jährlich von über 350.000 Besuchern konsultiert.


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DENDROSPECTROCHRONOLOGY

Auf einer rein theoretischen Basis ermöglicht die dendrochronologische Methode die Altersbestimmung von Holz mit einer Fehlerspanne von wenigen Jahren.
In der Praxis jedoch unterliegt die Methode zahlreichen Einschränkungen. Diese sind seit der Einführung der Dendrochronologie bekannt. Auswertbare Baumringe entwickeln nicht alle Holztypen und deren Abstände werden entscheidend von den klimatischen Bedingungen des Wachstumsortes beeinflusst. Diese Tatsache wird in der einschlägigen Fachliteratur wie auch in Internet-Beiträgen klar dargelegt.
Die spektroskopische Methode erreicht nicht die theoretisch optimale Genauigkeit der Dendrochronologie, vor allem bei Hölzern, die über 600-800 Jahre alt sind.
Diese geringere Genauigkeit wird jedoch durch ihre weitgehende Unabhängigkeit vom Wachstumsort eines Baumes und von klimatischen Einflüssen ausgeglichen.

Eine Kombination von dendrochronologischen und spektroskopischen Messergebnissen ermöglicht es, die hauptsächlichen  Unsicherheitsfaktoren auszuschließen und  eine Genauigkeit  und Sicherheit von Altersmessungen des Holzes zu erreichen, die bisher nicht möglich war. Kunst und Wissenschaft können mit dieser doppelten Messung bedeutende Verbesserungen erzielen.

Ähnliche Überlegungen und Vorteile gelten auch für die Kombination von der C14-Methode und der Spektroskopie, vor allem für Hölzer, die jünger als etwa 350 Jahre sind.

Näheres siehe: www.c14spectrodating.com  
Eine eingehende Beschreibung der dendrochronologischen Methode bieten zahlreiche Bücher und Webseiten (z.B. www.dendrochronology.com
und http://tree.ltrr.arizona.edu/dendrochronology.html).


 

Die Außenstelle des Mailänder wissenschaftlichen Laboratoriums
zur Echtheitserkennung
von wertvollen antiken Kunstobjekten
ist eröffnet worden!


Das angekündigte Laboratorium in Deutschland für das Gebiet Mitteleuropa steht nun für Probeentnahmen aus Holzobjekten und für die Erstellung von Zertifikaten zu Ihren Diensten.

Kontakt: Dr. Martin Matthaes
+49 (0) 1767 6305 108 - mm@museoartescienza.com

Das Haus, seit 45 Jahre im Besitz der Familie Matthaes liegt am Ufer des Bodensees,  in der Nähe von Lindau.

Weitere Beauftragte für Probeentnahmen in Deutschland
 

Weitere Anfragen und Aufträge können wie bisher direkt an das Labor des Museums an folgender Adresse gerichtet werden:


Museo d’Arte e Scienza
Via Q. Sella 4 – 20121 Milano
Tel. 0039 02 72022488
Fax 0039 02 72023156

e-mail: info@museoartescienza.com

 
 

 


 

Der Wert von Kunst-Expertisen im Zeitalter der Wissenschaft

 

€ 4.500  
Authentisch

 

€ 5.000.000
Auktion 18 Juni 2006


Die Expertise eines anerkannten Experten hat die Macht eines Zauberstabes und kann den kommerziellen Wert eines Kunstwerkes auch bis zum Tausendfachen erhöhen. So kann ein schönes Möbel, Gemälde oder eine afrikanische Maske eine Million Euro oder aber eintausend Euro kosten. Diese Tatsache könnte verständlich sein, wenn die Beurteilung auf objektiven, sicheren und nachweisbaren Faktoren basieren würde.  Dies ist jedoch nicht immer der Fall.

Im Laufe von Jahrhunderten sammelten sich weltweit kostbare Kunstschätze in wohlhabenden Familien und Museen in unvorstellbaren Mengen an. Ihr kommerzieller und kunsthistorischer Wert ist unabschätzbar hoch. Es wird jedoch allgemein angenommen, dass mehr als die Hälfte davon nicht authentisch ist. Die Beurteilung basierte aus Mangel an wissenschaftlichen Methoden hauptsächlich auf der Meinung von Experten.

Eine kritische Anwendung neuer und präziser Methoden zur Echtheitsbestimmung auf dieses Kulturgut ohne Zustimmung der Verwalter ist weder denkbar noch wünschenswert.


Andererseits kann der Kunstmarkt im Zeitalter des ständig wachsenden Internets und anderer Informationsmittel, die weltweit in die Wohnungen von Sammlern und Investoren eindringen, nicht verhindern, dass unwahre Behauptungen klar als solche erkannt und beurteilt werden.
Der Kunstmarkt schadet mit diesem zweifelhaften Verhalten sich selbst und seiner bereits geringen Glaubwürdigkeit. Die Käufer sowie Investoren bevorzugen deshalb in steigendem Maße große und relativ glaubwürdige Auktionshäuser. Die Tendenz ist auf allen Gebieten global die gleiche. Die Kleinen müssen schließen.
Die Kunst kann eine Ausnahme bilden.

Bereits heute ist es Galeristen und Händlern möglich, ihre Expertisen mit exakten wissenschaftlichen Zertifikaten zu vervollkommen und somit eine glaubhaftere Garantie für einen guten, angemessenen Kauf zu liefern als die Expertisen großer Häuser.
Die Methode zur absoluten Echtheitserkennung auf objektiver Basis besteht bereits; es handelt sich um die  Infrarot-Spektroskopie.

 

 


 

Kurze Beschreibung der natürlichen und wissenschaftlichen

Grundlagen der spektroskopischen
Holzdatierung
 

In wenigen klaren Worten

Die Infrarot-Spektroskopie ist keine neue Methode und keine neue Erfindung. Neu ist ihre Verwendung in der Echtheits- und Alterserkennung von Kunstobjekten. Sie wird seit Jahrzehnten von allen Chemie- und Pharmafirmen weltweit mit tausenden von den selben Instrumenten und Programmen angewendet, wie diejenigen des Mailänder Museums. Die spektroskopische Analyse ist wegen ihrer hohen Zuverlässigkeit, ihrer Präzision und Einfachheit der Anwendung überall dort zur Nummer 1 geworden, wo sie eingesetzt werden kann.

Die spektroskopische Datierung basiert auf zwei bekannten Faktoren:

·        Alle Materialien dieser Erde, einschließlich derjenigen, die für Kunstobjekte verwendet werden, bestehen aus einer Mischung spezifischer Moleküle.

·        Einige dieser Moleküle verändern sich mit der Zeit.

Das IR-Spektrum eines spezifischen Materiales zeigt dessen Moleküle oder Molekülgruppen in Spitzen und Tälern an (Bild 1 und 2) und die Alterungserscheinungen, die durch Verdampfen, Oxydation und neuen Verbindungen entstehen, erzeugen eine Abnahme einiger Absorptionsspitzen sowie deren Verschiebung (Bild 3). Diese Datierungsmethode bietet somit zwei Möglichkeiten der Auswertung des Spektrums, wobei jede für sich schon gute Resultate liefert.

1-     Die grafische Auswertung der Kurve (Spektrografie)
Die spektrografische Berechnung des sich entwickelnden Winkels (α) zwischen unterschiedlichen Höhen der Spitzen ermöglichte schon zu Beginn der Versuche eine Genauigkeit des Alters von +/- 20% und dieser Befund wurde einigen Museen und Instituten um 1995 mitgeteilt.

 

 

 

Bild 2

 

Bild1

 

 


 

2 - Die Auswertung der Frequenzverschiebung (Spektroskopie)
Das Auffinden von Verschiebungen der Absorptionsfrequenzen in der spektroskopi-schen Auswertung erhöhte im Laufe der Jahre die Genauigkeit in unerwartetem Masse und, für die ersten Jahre, unerklärbar hoch.


Bild 3 - Das gezeigte Spektrum der Frequenzverschiebung ist nur ein Beispiel vieler weiterer Eigenschaften des Spektrums.


Wie sich die außergewöhnliche Genauigkeit der Messung erklärt
Heute versuchen wir, die festgestellte hohe Präzision sowie die Unabhängigkeit von klimatischen Einflüssen auf biologische Programme der Zellkerne des Baumes zurückzuführen. Die Präzision dieser Art von biologischen Programmen ist bekannt und verständlich für das Wachstum des Holzes. Eine Antwort, weshalb auch das Altern des Holzes programmiert ist, kann nur die Zellforschung erbringen.


Die Zelle der Bäume, entgegen den Zellen der Tiere, ist bestens von einer Zellwand aus Zellulose geschützt. Die Zellulose ist  in Wasser unlöslich, so dass die Zellwand und datierbares Material noch in ausgegrabenen Schiffen vorhanden sind.

  Bild 4

(Zusammenarbeit mit einem deutschen archäologischen Museum, 1995)


               
Die Erstellung von Tabellen zur Übertragung der Daten des Spektrums auf das Holzalter:
Die Zuschreibung eines Spektrums an eine spezifische Holztype und eines spezifischen Alters erforderte die Vermessung einer großen Menge von bereits fest datierten Holzobjekten. Diese langjährige und viel Arbeit und Personal erfordernde Forschung war nur möglich durch eine intensive und freundschaftliche Zusammenarbeit mit internationalen Museen seit etwa 1993. Diese Zusammenarbeit wurde um 1995 mit einigen Kunstmuseen beendet, weil ihre Kuratoren eine negativen Einfluss auf ihre Sammlungen befürchteten. Die Stiftung Gottfried Matthaes, Eigentümer des Museums, ist, ähnlich der Stiftung P. Getty, eine no-profit Organisation im Dienste der Kunst. Die Zusammenarbeit mit technischen Museen wurde fortgesetzt.
 


Die Anwendung der spektroskopischen Analyse auf die Datierung von organischen Materialien ist patentiert. (It. Patent Nr. 01266808 - G. Matthaes, 1993)


 

NEU!

Eine gute Nachricht für Freunde antiker Kunstobjekte:
Elfenbein ist datierbar!
 

Elfenbeinhorn, Afrika

Buddhatempel, China

Zur Gruppe Elfenbein zählt man heute nicht nur den Zahn des Elefanten, sondern auch Hörner von anderen Tieren sowie einige Typen von Knochen. Elfenbein zeichnet sich durch seine Härte und seine Widerstandfähigkeit aus. Obige Eigenschaften verdanken sie ihrer chemischen Zusammensetzung. Den Hauptanteil bilden anorganische Materialien, deren Alter nicht messbar ist, sowie organische Stoffe, die sich mit der Zeit nach biologischen Gesetzen verändern.

Die spektroskopische IR-Analyse zeigt die im Material vorhandene Moleküle an, so dass organische und anorganische Stoffe des Elfenbeines getrennt und klar unterscheidbar angezeigt werden. Für die organischen Stoffe können die Analysemethoden zur Alterbestimmung gezielt auf ausgewählte und messbare Moleküle angewendet werden.

Die spektroskopischen Kurven lassen auch die unterschiedlichen Arten von Elfenbein eindeutig klar erkennen, so dass für jeden Typ gesonderte Berechnungen ausgearbeitet werden konnten (Bild 1 - 2).
 

Bild 1

Bild 2


Zu beachten! Die Moleküle des Zellkerns vom Elfenbein sind nicht durch eine Zellwand geschützt, wie es bei Holz der Fall ist. Das Material zur Messung muss deshalb sofort nach Entnahme fachgerecht stabilisiert werden.

Die Anwendung der spektroskopischen Analyse auf die Datierung von organischen Materialien ist patentiert.
(It. Patent Nr. 01266808 - G. Matthaes, 1993)

Anweisungen zur Entnahme eines Elfenbeinmusters


A)           Das Elfenbeinobjekt wird in das Laboratorium des Mailänder Museums eingeliefert. Die Probeentnahme  verursacht einen minimalen und unsichtbaren Schaden.
B)           Die Entnahme geschieht durch den Besitzer des Objektes. Für eine präzise Datierung ist es notwendig, dass das Muster mindestens ein Volumen von 10 mm3 hat (mm 3x3x1) und mit einem scharfen Messer oder einer kleinen Laubsäge entnommen wird.

Ein derartiges Stückchen Elfenbein kann in einem Briefumschlag an das Laboratorium gesendet werden. Preis für eine Messung: 95 Euro, $ 125.

Die Gründer und Mitarbeiter
des
Museo d’Arte e Scienza

   
 
   
 

Gottfried Matthaes
Gründer und Präsident

Giovanna Cozzi Matthaes
Mitgründer

 
 
     

Dott. Chim. Peter Matthaes
Leiter des Labors

Patrizia Matthaes
Verwaltung
Silvia Mayer
Language and Communication
Dott. Avv. Martin Matthaes
Internationales Recht
 
 
Chiara Civardi
Erste Laborassistentin
Roberta Delmoro
Kunsthistorikerin (Freelance)
Marta Cugnasca
Informatik
Sonia  Checchini
Konservierung
       

 

 Die Texte beinhalten zum Teil technische und wissenschaftliche Informationen. Die rasche Entwicklung auf diesen Gebieten bedingt eine kontinuierliche Anpassung von Texten und Abbildungen.